Die Hinrunde der ERSTEN in 9 Akten

Geschrieben von Thomas Grätsch am .

1. Akt: Kommt er oder kommt er nicht (TSV Bargteheide : SV Union Velbert 2:6)

Er kommt nicht. Das Bargteheider Publikum war doch sehr auf Spitzenspieler und Bundes-Co-Trainer Lars Hielscher gespannt, der aber leider beim Europe Top 16 in Thessaloniki weilte und dort Patrick Franziska zum Sieg coachte. Das Team der Gäste war deshalb nicht weniger illuster, u.a. stellte sich mit Yiangou der erste Zypriote in der COS vor sowie Schottlands Nr. 1 Rumgay. Gegen einen starken Gegner konnte man lange gut mithalten, musste am Ende aber zum Sieg der Gäste gratulieren. Auf der Saisonauftaktfeier am Abend mit Mannschaft und Edelfans war die Niederlage aber schnell abgehakt und man interessierte sich seitens der ERSTEN nur noch für den Ausgang des Fußballspiels Werder : HSV.

2. Akt: Ruhrpott meets Stormarn (TSV Bargteheide : SC Buschhausen 4:6)

Die Gäste aus Oberhausen stellten sich als coole und sehr spielstarke Mannschaft vor, die erstmal durch ihr intensives Aufwärmprogramm beeindruckte. So viele Gummirollen und Stretching Bands hat die COS noch nicht gesehen. Nach einer sehr couragierten Leistung konnte man der Top-Mannschaft der Liga fast einen Punkt abringen, so dass man am Ende nicht unzufrieden das Spiel resümierte. Dass es in der Hinrunde das Standardergebnis werden sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen.

3. Akt: Dicke Luft (VfR Fehlheim : TSV Bargteheide 6:4)

Zum bis dato längsten Auswärtsspiel der Punktspielhistorie des TSV reiste man standesgemäß mit dem ICE an, während sich einige Fans bereits um 3 Uhr nachts mit dem Auto auf den Weg nach Südhessen machten. Leider passte dann im folgenden nichts mehr richtig zusammen. Es ging schon los mit den etwas zu großen Nudelportionen beim ASIA-Snack in der durchaus schönen Bensheimer Altstadt. In der Halle angekommen folgte dem ersten Schreck (zwei Spieler wurden eigens für dieses Spiel aus Indien bzw. der Ukraine eingeflogen), der zweite: sehr rutschiger Boden und komische Bälle, die nicht fliegen. Als dann noch falsche Aufschläge dazukamen, war es in Summe irgendwie zu viel. Schade, ansonsten hätte man den gemeinsamen Abend mit den netten Fehlheimern beim Nobel-Italiener durchaus noch mehr genießen können.

4. Akt: Alfredas Oh-oh (TTC Lampertheim : TSV Bargteheide 6:2)

So geht Tischtennis: Ein fantastisches Publikum, welches jeden Punktgewinn der eigenen Mannschaft frenetisch bejubelt, warme Leberkäswecken von der lokalen Metzgerei und ein Lampertheimer Teammanager in blendender Laune machten das Spiel zu einem Erlebnis. Auch Leon bekam für sein überragendes Spiel gegen Abwehrkünstler Mikutis Szenenapplaus von den Heimzuschauern. Leider bleibt auch die bittere Erkenntnis, dass 5 Matchbälle am Stück mitunter nicht ausreichen. Der berüchtigte Lampertheimer Fanblock hat bereits sein Kommen mit 12 Mann für das Rückspiel zugesagt. Jungs, wir freuen uns auf Euch und danke für den Blitztransfer zum Bahnhof, so dass man noch den letzten Abendzug von Mannheim nach Hamburg erreichen konnte.

5. Akt: Sellerieschnitzel Jäger-Art (TTS Borsum : TSV Bargteheide 6:4)

Da staunte die Hamburger Vegan Schickeria nicht schlecht: Es gibt tatsächlich noch ganz solide Landgasthöfe in Südniedersachsen, auf denen man auf der Karte kein einziges vegetarisches Gericht findet. Leon stellte den Koch sodann vor eine Aufgabe und bestellte für die Vegetarier in der Mannschaft ein Sellerieschnitzel nach Jäger-Art. Das Ergebnis: Well done! Der harte Kern des Fanclubs blieb anschließend noch etwas (zu lange) an der Bar hängen und spülte den Frust des verlorenen Punktes herunter. Ein Flo in Bestform ließ uns heute vom Punktgewinn träumen, manchmal ist leider nur die Netzkante im Weg.

6. Akt: Ab nach Kassel (SVH Kassel : TSV Bargteheide 5:5)

Schon Napoleon III musste sich diesen Spruch nach der verlorenen Schlacht von Sedan gefallen lassen. Für die ERSTE eher ein positives Omen, so hat man doch den ersten Punkt der Hinrunde geholt. Ob es daran lag, dass Ex-Kasselaner Thomas den TSV Tross vor dem Spiel noch mal zum Schloss Wilhelmshöhe hochjagte und Ole und Leon dort den ersten Rembrandt ihres Lebens im Original sahen, lässt sich abschließend nicht mehr 100%ig klären. Jedenfalls sicherte Ole uns mit zwei überragenden Einzeln den Punktgewinn.

7. Akt: Wir können auch schlecht (TSV Bargteheide : Füchse Berlin 2:6)

Das einzige Spiel der Hinrunde, wo wirklich kaum etwas lief, nicht mal Oles Match-Worn Trikot in der Halbzeitverlosung. Berlin hat auch in dieser Höhe verdient gewonnen, abhaken und weitermachen. Schade für die vielen Jugendlichen, die erstmals mit Eltern zum Heimspiel in die Halle kamen. Man ließ den Abend passenderweise bei Berlin Döner in Bargteheide ausklingen.

8. Akt: Gary Lineker lässt grüßen (TSV Schwarzenbek : TSV Bargteheide 6:4)

Tischtennis ist ein einfaches Spiel, bei dem Bargteheide gut spielt und am Ende 4:6 verliert. Viel mehr gibt es zu diesem Ereignis nicht zu sagen, oder die Erkenntnis, dass wirklich jeder einen guten Tag haben muss, wenn man als Mannschaft punkten möchte.

9. Akt: Täglich grüßt das Murmeltier (TSV Bargteheide : SV Union Velbert II 3:6)

Ein blendend aufgelegter Consti mit zwei starken Auftritten reichte leider nicht zum erhofften Punktgewinn. Wie so oft war man extrem dicht dran, diesmal reichten 4 Matchbälle am Stück nicht, um den Sack zuzumachen.

 

Vielen Dank an alle Fans, welche die ERSTE auf Heim- und Auswärtsspielen unterstützt haben sowie vielen Dank an die zahlreichen Helferinnen und Helfer für kleine und große Taten rund um den Spielbetrieb der ERSTEN. Frohe Weihnachten und guten Rutsch!

 

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